Fazit

Auch ich komme nun dazu, meinen letzten Blog-Eintrag zu schreiben und möchte, wie Daniela, ein kurzes Fazit ziehen.

Der WordPress-Blog war mit ein paar Klicks erstellt. Einzig die Auswahl des Designs und die „Feineinstellungen“ forderten dann doch etwas Zeit. Man möchte ja ansprechend aussehen. Denn in der digitalen Welt geht doch vieles über das Auge. Will man aber so schnell wie möglich starten, ist der Blog tatsächlich innert einiger Minuten realisiert.

Man ist bereit für die digitale Tagebuchwelt!

Die ersten Einträge schrieben sich leicht. Da ich seit je her gerne schreibe, macht mir das Bloggen Spass. Dann auf einmal stellt man sich die Frage: „Wieso betreiben wir diesen Aufwand, wenn wir doch nicht gelesen werden?“ Also sende ich den Link an meine Freunde und Bekannte in der Hoffnung, ein paar Leser zu bekommen. Unser Blog soll leben! Ich freute mich bereits auf die ersten Kommentare und interessante Diskussionen. Doch die bleiben bis heute aus.

Lustigerweise aber bekam ich per Mail unglaublich viel Feedback. Auf meine Bitte an Einzelne, sie könnten doch einen Kommentar auf unserem Blog hinterlassen, ging jedoch kaum einer ein. Dies ist darum so schade, weil meiner Meinung nach ein Blog hauptsächlich von der Interaktivität, vom Austausch und von den Kommentaren lebt.

Wirklich öffentlich Stellung zu nehmen, liegt scheinbar doch nicht vielen.

Das Vernetzen blieb bis heute schwierig. Um bei Google in den vorderen Rängen zu erscheinen, braucht es neben Zeit halt auch Verlinkungen. Nach einem kaum bemerkten Start unseres Blogs im März haben wir im April einen Besucherrekord erreicht. Dies, nachdem ich anfangs April den Link des Blogs per Mail und Facebook verbreitet hatte. Auch Ende April gab es noch einmal einen Peak, als Daniela den Link unter ihren Freunden bekannt machte. Unterdessen haben wir ein paar treue Follower. Wir hatten schon Besuch aus Ländern wie der USA, Kanada, Russland oder Tunesien.

Anzahl Besucher des Blogs

Herkunft der Besucher

Ganz passend zu unserem Thema: Auch WordPress verleiht Trophäen. Wie bei einem Fitness-App werde ich für meine Leistungen auf WordPress belohnt. Ich bin anscheinend eine ganz fleissige Schreiberin. 🙂

Erhaltene Trophäen von WordPress

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Fazit und Reflexion

Dies ist mein letzter Beitrag für diesen Blog. Ich lasse Revue passieren, evaluiere unsere Schulungseinheit vom letzten Freitagmorgen und mache ein Fazit.

Im Rahmen unseres Studiums in Informationswissenschaft hatten wir im 4. Semester im Modul „Informationsgesellschaft, -ethik- und -politik“ den Auftrag, einen Blog mit Bezug zum Thema aufzubauen und ihn mit acht Beiträgen pro Person à mindestens 2’000 Zeichen zu befüllen. Dafür erstellten wir vorab ein Konzept und teilten die Aufgaben auf die drei teilnehmenden Personen auf. Zu einem Thema unserer Wahl sollten wir überdies eine Präsentation vor der Klasse halten und die Mitstudierenden informieren, nachdenken und diskutieren lassen.

Beim Bloggen haben wir die Geschichte und die Entstehung der Bewegung „Quantified Self“ beschrieben, Begriffe geklärt, einige Apps und Geräte vorgestellt, gezeigt, wo Chancen und Risiken liegen und immer wieder über unsere persönliche Erfahrungen berichtet. Dabei haben wir viel Neues erfahren, waren begeistert und inspiriert, belustigt und genervt, aber auch nachdenklich und irritiert. Darüber hinaus haben wir uns ausführlich on- und offline ausgetauscht.

Das Konzept ging etwas durcheinander, da wir anfangs davon ausgingen, es würde bereits mehr „gesicherte“ Information in Form von Forschungsliteratur zum Thema vorliegen, mit der wir arbeiten könnten. Stattdessen stiessen wir v.a. auf viele Zeitungsartikel, Beiträge in Radio und Fernsehen sowie Facebook-Seiten und Blogs und mussten das Konzept anpassen. Mirjam hat den Blog initialisiert und die Eckformate unserer Webseite gestaltet, und dafür sei ihr ganz herzlich gedankt. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten mit WordPress gelang uns der Umgang mit dem Programm gut und ging immer etwas leichter von der Hand.

In der Schulungseinheit vom letzten Freitag haben wir mit einem etwas seichten Filmchen ins Thema eingeführt, den Hintergrund der Bewegung beleuchtet und auch einen kleinen Abstecher in die Psychologie gewagt (QS als Methode, sich selbst besser kennen zu lernen und letztlich die Zügel über das eigene Leben besser in den Händen zu halten). Dann haben wir aufgezeigt, was alles gemessen wird, und jeder von uns hat mindestens eine Anwendung ausführlich vorgestellt. In Gruppen liessen wir Chancen und Risiken erarbeiten und haben in einem Fazit die wichtigsten Punkte zusammengebracht. Dabei haben wir den Anwendungen etwas mehr Zeit geschenkt, die kritische Würdigung, die im Blog immer wieder Thema war, ist in der Schulungseinheit etwas zu kurz gekommen. Wir waren froh, dass die Technik reibungslos funktionierte und die Klasse bereitwillig mitmachte.

Ich war am meisten überrascht über die Entdeckung, dass das Ganze, das sehr technisch und datenlastig daherkommt, auf ganz archaisch anmutenden Belohnungssystemen basiert: Der Mensch als Wesen, das gerne Beachtung findet und Belohnung und Zuspruch erhält. Persönlich habe ich zum Teil Gefühle für mein Pulse-Gerät entwickelt, die vielleicht ein Tamagotchi in den 90ern ausgelöst haben, und das erschien mir sehr absurd. Gestern habe ich auf meinem iPhone Endomondo, OptimizeMe, Moves, MoodPanda und MyFitnessPal gelöscht und mein Actismile schubladisiert. Das hat mich sehr erleichtert. In die nähere Zukunft begleiten wird mich einzig mein Withings Pulse, und ich freue mich auf weiteren Zuspruch und viele schöne Badges.

Vielen Dank allen Leserinnen und Lesern.

Autorin: Daniela

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Mein Bezug zu Quantified-Self: Selbsterfahrung dritter Teil

In meinem letzten Blog-Beitrag habe ich über das Belohnungssystem in meinem Gesundheits-App geschrieben und gestaunt, wie gut es bei mir funktioniert. Ich lasse mich relativ leicht überzeugen, noch eine Zusatzleistung zu vollbringen, wenn das Tagessoll noch nicht erreicht ist, und ich aus früheren Erfahrungen bereits weiss, dass ich dann ein schönes, neues Bild (einen „badge“) zur Belohnung erhalte. Das ist gerade so wie früher in der ersten Primarklasse: Wenn ich in mein Schreibheft schöne Zahlen malte, klebte mir mein lieber Lehrer lustige Bildchen von Schmetterlingen oder Glückskäfern drunter, und ich war glücklich.

Bild

Die Badges habe ich in Facebook geteilt, obwohl mir das auch ein bisschen peinlich war: So den „Erfolg“ zur Schau zu stellen und sich beglückwünschen zu lassen, hat etwas so Kindliches, etwas derart Bedürftiges, dass es für einen erwachsenen Menschen schon ein wenig entlarvend ist.

A propos entlarvend. Anlässlich der Präsentation unseres Themas vor der Klasse vom letzten Freitagmorgen überlegte ich lange, ob ich mein Withings-Profil demonstrieren soll. Es schaut ästhetisch sehr ansprechend aus und ergibt eine Fülle von Anzeigemöglichkeiten meiner Messresultate. Ich kann dort auch Listen exportieren, die ich bei Bedarf einer Ärztin oder Ernährungsberaterin zustellen kann. Eine solche Demonstration sollte eigentlich keine grosse Sache sein, wenn man weiss, dass gemäss einer Studie der WHO der BMI weltweit steigt und heute bereits ein Drittel der Menschheit mit Übergewicht (BMI über 25) kämpft. Zu denen gehöre ich auch.

Ich habe mich dagegen entschieden, denn ich wollte meine Larve lieber aufbehalten. So genau möchte ich einem mir bekannten Publikum meine ganz persönlichen „Kennzahlen“ nicht preisgeben. Dann ist es angenehmer, wenn mir völlig unbekannte Mitarbeitende von Withings, wo ich mich irrsinnigerweise mit meinem realen Namen angemeldet habe, über mich Bescheid wissen. Aber es ist ein Gedanke wert: Warum fürchtet man sich denn so vor der Entlarvung? Weil man Schwächen zugibt, Ungereimtheiten und Bedürftigkeit und sich damit angreifbar und verletzlich macht? Eine Welt wäre schön, wo das kein Problem wäre, aber es gibt sie leider nicht.

Autorin: Daniela

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Ver’App’elt?

Neben all den neuen Fitness-Apps und Fitness-Armbänder fragt man sich, wie Pulsuhrenhersteller, wie Polar mit dem neuen Hype umgehen. Es ist klar, dass sich diese Firmen schon seit ein paar Jahren auf Gegenwind einstellen müssen. Denn die neuen Fitness-Tracker, mit integriertem GPS, Personal Trainer und Kalorienzähler haben das Potential die traditionellen Pulsuhren zu verdrängen. Ebenso entwickeln sich Apps wie endomondo und runtastic zu einer grossen Konkurrenz.

Polar zum Beispiel stemmt sich nicht gegen den Wind. Der Pulsuhrenhersteller versucht auf der Erfolgswelle der Fitness-Tracker mitzusurfen, in dem er ein eigenes Fitness-Armband (Polar Loop) anbieten. Laut Kassensturz schneidet dieses im Vergleich mit anderen Fitness-Tracker jedoch eher schlecht ab, obwohl dieses mit dem Polar-Pulsgurt kompatibel ist.

Und was bedeutet der QS-Hype für Fitnesscenter, welche mit eigener Software und Trainingsplänen arbeiten? Ihre teure Software ist mit den gängigen Fitness-Apps nicht kompatibel. Wofür viel Geld für ein Personaltraining zahlen, wenn man doch ein relativ günstiges Trainings-App auf sein Handy laden kann?

Auch hier tut sich ein neuer Markt auf. Fitnessgerätehersteller verkaufen neu auch Apps,  angepasst an das jeweilige Fitnesscenter. Es würde dabei aber keinen Sinn machen, wenn das entsprechende App „nur“ für die im Fitnesscenter getätigten Trainings zur Verfügung stände. Darum bieten sie meist Gesamtlösung an, welche Out- wie Indoor-Sport verbindet. Zusätzlich können Trainingspläne direkt über das Handy angeschaut und die Trainingserfolge dort eingetragen werden.

Diese Apps bieten dem Kunden ein allumfassendes Trainingstool, praktisch, günstig und hübsch. Das klingt alles unglaublich toll. Doch, auch hier müssen wir uns einmal mehr überlegen, wieso diese Apps angeboten werden. Geht es nicht auch hier in erster Linie darum, Daten zu sammeln, Werbung gezielt platzieren zu können und sich mit Push-Nachrichten ständig in die Köpfe der Nutzer zu fressen?

Ich habe mich ein bisschen durch die Websites dieser Fitnessgeräte- und Software-Hersteller geklickt und bin auf Slogen gestossen, wie:

  • „Das perfekte Marketingtool für Ihren Club – Greifen Sie den aktuellen Zeitgeist auf und promoten Sie Ihren Club mit Ihrer eigenen APP. Präsentieren Sie ihren Club stets aktuell und von seiner Schokoladenseite (aktivkonzepte.de).
  • „Leistungsstarke Technologie, die mit Life Fitness Geräten interagiert, hilft Studios, ihre Geschäftsergebnisse zu steigern, sich von der Konkurrenz abzuheben und Mitglieder zu motivieren (lifefitness.ch).
  • „Mit einer App für die eigenen Kunden können Kundenbindung und Wiederkaufsfrequenz erhöht und somit der Umsatz gesteigert werden (nextvisionapps.ch).“

– no comment –

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Quantified Self – self knowledge through numbers

„Quantified Self“ steht für eine Bewegung, eine „Community“. Sie setzt sich zusammen aus Benutzern und Entwicklern technischer Geräte und Methoden zur Selbstvermessung/-beobachtung.

QS Quantified Self

Durch das Messen und Aufzeichnen von körperlichen Aktivitäten und Zuständen wird versucht Erkenntnis über sich selber zu gewinnen. Dies unter anderem mit der Motivation das eigene Leben stärker bestimmen zu können und nicht von der Meinung von Experten/Ärzten abhängig zu sein. Im wortwörtlichen Selbststudium herauszufinden, wann und wie man gesund oder glücklich ist.

Im Weiteren wird auf einige Begriffe eingegangen, welche im Zusammenhang mit Quantified-Self eine Rolle spielen. Gut leserlich erklärt in dieser Bachelorarbeit.

Meetup/Show & Tell
Als „Meetup“ bezeichnen sich die Quantified-Self-Gruppen einzelner Städte.

Bei den „Show & Tell“ handelt es sich um regelmässige Treffen, bei diesen geht es darum Erfahrungen auszutauschen und neue Methoden sowie Geräte vorzustellen und zu diskutieren.

Self-Tracking
Bezeichnet das regelmässige Erheben und Sammeln von Daten jeglicher Art zur eigenen Person. Dies mit oder ohne elektronische Hilfsmittel.

„Lifelogging“ und „Lifehacking“ (siehe unten) können als Spezialformen des „Self-Trackings“ gesehen werden. Beim „Self-Tracking“ geht es im Unterschied zum Lifelogging und Lifehacking darum Selbsterkenntnis zu gewinnen und das eigene Verhalten aufgrund dieser anzupassen und zu verändern.

Lifelogging
Durch tragbare Geräte werden beim „Lifelogging“ in regelmässigen Intervallen oder gar ununterbrochen (kontinuierlich) Aufnahmen/Aufzeichnungen der Umgebung gemacht.

Dies geschieht meist automatisch/selbständig. Der Fokus liegt auf persönlichen Daten, wie Essen und Beziehungen. Es geht vordergründig um das Sammeln, das Dokumentieren und die Visualisierung, nicht um eine Verhaltensänderung.

Lifehacking
Mit „Tools“, Tipps und Tricks wird beim „Lifehacking“ die eigene Produktivität und Effizienz gesteigert. Die Organisation des eigenen Lebens im Hinblick auf Zeit und Arbeitsaufwand wird optimiert. So steht hier eine Verhaltensänderung im Vordergrund, aber eine grundsätzlich leistungsorientierte.

Autor: Max

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Mein Bezug zu Quantified-Self: Selbsterfahrung zweiter Teil

Am 11. April traf das Paket von Withings ein.

Withings paket adresse weggemacht

Withings ist eine in QS-Kreisen bekannte Firma, die in Issy les Moulineaux, nahe Paris, in Frankreich ansässig ist, 2008 gegründet wurde und verschiedene Gesundheitstools herstellt und vertreibt. Dem Paket entnehme ich eine formvollendete weisse Wifi-Körperwaage, einen Bodytracker mit verschieden farbenen Hüllen sowie ein Wifi-Blutdruckmessgerät. Die Waage und der Bodytracker (Withings nennt ihn „Withings Pulse“) sind rasch mit dem iPhone verbunden, das Withings App heruntergeladen und die persönlichen Eingaben in no time erledigt. Einzig das Bluckdruckmessgerät will nicht so wie ich will, und es bleibt mir unklar, woran das liegt. Ich lege es erstmal, etwas unzufrieden, zur Seite.

Das Withings Pulse nehme ich sofort in Betrieb (das Actismile trage ich jetzt in meiner anderen Hosentasche). Ich gehe in meiner Wohnung probehalber ein paar Schritte auf und ab, und es reagiert unverzüglich und zeigt mir die Anzahl Schritte an. Darüber hinaus kann das Gerät die zurückgelegten Höhenmeter, die Wegstrecke und die „verbrannten“ Kalorien aufzeigen. In den Programmpunkten folgt eine Möglichkeit, optional den Puls zu messen oder den Schlaf aufzuzeichnen, und zu guter Letzt gibt mir das Pulse die Zeit an. So far so good. Die Farben der Hüllen sind gefällig und befriedigen meine (mittelmässig) modischen Ansprüche.

Im Dashboard der Withings App auf dem iPhone sind die Körperfunktionen in wirklich ansprechenden Grafiken dargestellt. Zuerst stellt es einen Schmetterling dar, mit zwei Flügeln respektive diese zwei sind in vier Teilflügel unterteilt. Sie stehen für die Themen Gewicht, Aktivität, Schlaf und Herz. Umso mehr sie mit Farbe ausgefüllt sind, desto eher sind sie bereits gut entwickelt. In den kleiner ausgeprägten Flügeln besteht Optimierungsbedarf und mit touch darauf kann man Empfehlungen erhalten, wie das geschehen könnte.

Withings Schmetterling

Eigene Aufnahme: Withings Schmetterling

Bei mir sind das am 17. Mai, gut einen Monat nach Beginn des Experiments, der Schlaf, das Herz und (wen wundert’s) das Gewicht. Die Aktivität ist für mich etwas erstaunlich im „grünen Bereich“. Meine schöne, weisse Wifi-Körperwaage informiert mich, nun ja, über das Gewicht, den BMI, den Körperfettanteil (ui!!) und über den CO2-Gehalt im Raum. Seit einem Monat besteht also der erste Schritt in den Tag aus dem Gang auf die Waage und der zweite darin, mein Pulse zu montieren. Das Gerät sagt mir, dass 10‘000 Schritte am Tag Pflicht sind, und meistens schaffe ich das auch. Dabei hilft es bestimmt, dass ich schon eine Weile ziemlich konsequent Treppen steige und Lift-Fahren, wenn immer möglich, vermeide. Dass mein Büro im Geschäft im vierten Stock und eines meiner Hauptarbeitsgebiete, die Infothek, im Parterre liegen, schenkt sicher ein. Man wird mit badges belohnt. Gerade eben habe ich den Machu Picchu-Badge erhalten: 2’400 Meter Treppen gestiegen, nicht schlecht, für eine unsportliche Person wie mich!

Withings Machu Picchu Badge

Eigene Aufnahme: 2’400 Höhenmeter erreicht

Ich staune über mich selbst: Wie leicht ich mich motivieren lasse, dieses Tagesziel tatsächlich zu erreichen. Seit 10 Tagen konkurriere ich zudem mit meinem 15 Jahre jüngeren, ziemlich sportlichen Cou-Cousin. Auf meine Empfehlung hin hat er sich ein Pulse zugelegt und mich „als Freund herausgefordert“. Seither sehen wir im Menüpunkt „Rangliste“ auf dem iPhone, wer in der Wochenübersicht gerade vorne liegt. Im Moment tut er das mit 100 Schritten. Das kann man ändern: Demnächst auf meinem Hometrainer!

Withings nach Hometrainer

Eigene Aufnahme: Withings nach Hometrainer

Yeah!

Mehr dazu bald hier.

Autorin: Daniela

 

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Quantified-Self und die Entwicklung des Internet – zweiter Teil

Im ersten Teil meines Beitrags zur Geschichte des Internet habe ich die Geschichte des Internet in vier Phasen eingeteilt und dort die ersten beiden erläutert. Heute möchte ich über die dritte und vierte Phase berichten. Sie finden nicht nacheinander, sondern nebeneinander statt.

Die dritte Phase der Vernetzung also nennen Grasse/Greiner das „Internet der Dinge“ (Seite 122). Nach den stationären und mobilen Geräten kommt nun die Vernetzung der Alltagsgeräte wie Lampen, Heizungen, Kühlschränke, Fernsehgeräte, Autos und vielen weiteren Geräten hinzu. In Teilen steht diese Entwicklung erst am Anfang und wirkt wie reinste Zukunftsmusik, in anderen ist sie schon sichtbar, wie z.B. bei Autos.

Die vierte Phase schliesslich beginnt dann, wenn sich die „Grenze zwischen Technologie und Biologie, zwischen Mensch und Maschine auflöst. Erste Anzeichen dieser Phase sind  heute in den Bereichen Quantified Self, eHealth und Wearable Technology erkennbar“ (Seite 123). So ist heute in der medizinischen Forschung die Entwicklung von elektronischen Pillen in vollem Gange. Sie wird in der Art eines Mini-U-Boots einmalig eingenommen (Die Welt 2008). Die Pille steuert daraufhin die Wirkstoffabgabe und entlässt das Medikament dosiert in den Körper. In den USA wird an einem Nanosensor gearbeitet, der kleiner als ein Sandkorn ist und am Finger oder sonstwo eingepflanzt werden kann, dort das Blut analysiert und Alarm schlägt, wenn sich Zellen eines bestimmten Typs von den Adern lösen. Man verspricht sich davon, dass man einen Herzinfarkt ein oder zwei Wochen vorhersagen und so verhindern kann (SRF Digital 2013). Es darf angenommen werden, dass sich hierzu in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch vieles tun wird.

Das löst bei vielen Menschen neben Interesse auch Befürchtungen und Ängste aus, denn der eigene Körper ist etwas sehr Privates und die Haut vielleicht die letzte Grenze zum Selbst. Wohin führen uns diese Entwicklungen, wenn auch bald die Haut keine Grenze mehr darstellt? Werden wir wie der Zauberlehrling die Geister, die wir riefen, bald nicht mehr los? Werden wir zu gläsernen Menschen und zu Sklaven der Datendiktatur?

Mehr demnächst hier.

Autorin: Daniela

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